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2. Ätzversuch erstmals mit Belichtungsgerät E-mail
Written by Thomas Kropf   
Wednesday, 29 August 2007
Mein 2. Ätzversuch mit meinem neuen, selbstgebauten Belichtungsgerät.

Da nun endlich mein Belichtungsgerät fertig ist, musste ich auch mal was Neues ätzen. Dazu habe ich eine einfache Entwicklungsplatine für den ATMega8 entworfen. Dieser ist im TQFP Package und dementsprechend sehr klein (siehe letztes Bild). Nachdem es, wie gesagt, der erste Versuch mit dem neuen Belichtungsgerät war, musste ich wieder einer Testreihe machen und unterschiedliche Belichtungszeiten testen. Die ersten 2 gingen leider komplett in die Hose. 60 bzw. 90 Sekunden waren einfach zu wenig. Bei 90 Sekunden waren beim Ätzen kurz ein paar Leiterbahnen sichtbar. Diese verschwanden aber wieder. Darum habe ich a) die Entwicklerlösung etwas verdünnt und b) die Belichtungszeit auf 2:30 Minuten verlängert. Dies brachte dann ein ausreichend gutes Ergebnis.

Für das Routen (verlegen der Leiterbahnen zwischen den Bauteilen) benötigte ich über 4 Stunden.

In dieser Weise (ohne die Bauteile), allerdings komplett in Schwarz/Weiß wurde das Layout dann auf eine Folie gedruckt. Diese wurde dann, um den Toner zu verdichten und somit undurchsichtiger zu machen, mit Solvent besprüht und über Nacht zum Trocknen aufgehängt.

Das langerwartete Ergebnis

Die Qualität war überraschenderweise wirklich zufriedenstellend.

Gleich nachdem die Leiterplatte fertig war, musste ich den ATMega8 verlöten. Dieser lag schon Monate auf meinem Schreibtisch und wurde von Freunden als (für mich) unlötbar belächelt. Hier ist der Gegenbeweis! Vielleicht gewinne ich damit keinen Schönheitswettbewerb, die Lötstellen sind aber alle intakt (durchgemessen). Mit etwas Entlötlitze hätte man das Ganze noch etwas schöner machen können, dies war mir aber zuviel Arbeit. Und das aus folgendem Grund: Beim Routen ist mir trotz intensivem Nachdenken ein Fehler passiert! Ich habe den Mikrocontroller noch extra gespiegelt, da er ja auf den Leiterbahnen befestigt wird, die restlichen Bauteile aber von der anderen Seite durch Löcher gesteckt werden. Lange Rede kurzer Sinn: einmal zuviel gespiegelt! Der Chip ist verkehrt herum.
Zufrieden bin ich aber trotzdem. Ich habe nun eine fixe Belichtungszeit und ich weiß auch, dass ich solche kleinen ICs benutzen, also verlöten kann.


Last Updated ( Thursday, 30 August 2007 )
 
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